Der Pisa- Glanz scheint auf die Niveauunterschiede in der Gesamtschule

Die finnische Gesamtschule hat sich bis jetzt einen Namen mit der Gleichberechtigung der Ausbildung gemacht. Das ist jetzt in Gefahr. Bild: Lassi Puhtimäki, Archiv

Der Erfolg der Reformen hängt immer noch davon ab, ob sie den Willen der Schüler zu lernen halten und verbessern. Darin müssen sich die finnischen Schüler verbessern.

Das finnische Schulsystem scheint nach der neuesten Pisa- Studie immer noch in der Sonne, aber der Glanz wirft auch Schatten auf die Abgründe. Gut ist es, dass Finnland eines der führenden Länder in der Welt im Schulwissen der 15- Jährigen ist. Die neueste Pisa- Studie unterteilt das Können der Schüler immer noch in Naturwissenschaften, Lese- und Schreibfähigkeiten und Mathematik. Der fünfte Platz in der Naturwissenschaft und der vierte in den Lese- und Schreibfähigkeiten bestehen einen Vergleich. Der 13. Platz in der Mathematik ist schon ernüchternd und erweckt Fragen, während die asiatischen Länder als Gruppe vorbeiziehen. Wichtiger als einzelne Ergebnisse ist das langfristige Bild, die problematische Entwicklung und die im Vergleich aufgedeckten Niveaudifferenz im Land.

Das Absinken der naturwissenschaftlichen Fähigkeiten in den letzten zehn Jahren und der Unterschied der Geschlechter erweckt Sorge. Alles Gute auch an die naturwissenschaftlich fortschrittlichen finnischen Mädchen, aber leider finden Jungs das Lernen nicht gleichermassen interessant.

Lernunterschiede sind jetzt auch zwischen Stadt- und Landschulen zu sehen, auch wenn Finnlands Erfolgsrezept gerade die Gleichheit aller Gesamtschulen ist. Abschwung ist immer noch in Ostfinnland zu sehen. In der Pisa- Studie kann das selbe wie bei den Aufnahmetests für die Universität gesehen werden: der Familienhintergrund beeinflusst das Lernen. Das bringt wieder Druck auf die Sonderpädagogik. Das Erschwächen der Gleichheit der Ausbildung ist eine besorgliche Nachricht, die eine Reaktion verlangt. Die Gleichberechtigung bei der Ausbildung ist abhängig von der wechselnden wirtschaftlichen Situation der Länder.

Die Länder und in der Lehrerausbildung müssen eine hochwertige Ausbildung in ganz Finnland garantieren können. Niemand darf vergessen und Schulen nicht unterschieden werden. Das, dass in Finnland nicht nur die Besten anhand ihres Geldes gepflückt werden, wie das in vergleichbaren Ländern passiert, ist eine gute Sache. In der Gesamtschule ist die Gesamtbildung hoch zu halten. Die Reformen müssen über die Regierungsperiode hinwegdauern, dabei hat das Parlament die grösste Verantwortung.

Die Welt verändert sich und die Schule muss sich mitverändern. Die Wirksamkeit der neuen pedagogischen Lehrpläne und des neuen Lehrumfelds werden erst in der nächsten Pisa- Studie erkannt.

Der Erfolg der Reformen hängt immer noch davon ab, ob sie den Willen der Schüler zu lernen halten und verbessern. Darin müssen sich die finnischen Schüler verbessern. Die Motivation sieht man auch in den Ergebnissen.

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