War hinter dem Dreifachmord ein politisches Motiv?

In Imatras Innenstadt vor dem Restaurant Vuoksenvahti wurden in der Nacht auf Sonntag drei Frauen erschossen. Der Täter kam mit einem PKW an der Stelle an und holte kurz vor der Tat sein Jagdgewehr aus dem Kofferraum. Die Polizei war kurz danach am Tatort und nahm der Verdächtigen fest. Bild: Lauri Heino

In Imatras Innenstadt vor dem Restaurant Vuoksenvahti wurden in der Nacht auf Sonntag drei Frauen erschossen. Der Täter kam mit einem PKW an der Stelle an und holte kurz vor der Tat sein Jagdgewehr aus dem Kofferraum. Die Polizei war kurz danach am Tatort und nahm der Verdächtigen fest. Bild: Lauri Heino

  • Der Mord an der Politikerin und den Journalistinen aus Imatra erschüttert die Politik. Der Innenministerin zu folge wird das Motiv genau geklärt.

Riika Happonen, Kirsi Turkki

Die Innenministerin Paula Risikko (Kokomus– Partei) fordert die genaue Aufklärung der Motives hinter den drei Morden. Ihr zu folge ist es wichtig zu wissen, ob die Erschiessung der Lokalpolitikerin und der zwei Journalistinen eine politisches Motiv hatte. – Jedes Vergehen eines Menschenlebens löst ein gleiches Entsetzen aus, aber wenn ein politischer Zusammenhang festgestellt wird, dann ist es nicht mehr die Sache eines Einzelnen, sondern der ganzen Gesellschaft. Es ist ein Anschlag auf unsere Gesellschaft.- hebt Risikko hervor.

Sie will trotzdem nicht vorwegreifen, sondern die Erstuntersuchung abwarten. – Jetzt wissen wir noch nicht genau über das Motiv bescheid, aber wenn wir mehr erfahren sind wir bereit für weitere Massnahmen. Natürlich würden wir so etwas gerne verhindern, wenn es möglich ist.- sagt Risikko der Lännen Media. 

Die Polzei verdächtigt einen 23- jährigen Mann aus Imatra die Vorsitzende des Stadtparlaments Tiina Wilén- Jäppisen (SDP) und zwei Lokaljournalistinnen, die in Zusammenarbeit mit Etelä- Saima und Uutisvuoksi in Imatra arbeiteten, mit einem Jagdgewehr erschossen zu haben.

Die neuesten Reden ser ermordeten sind auf ihrem Blog zu finden. Bild: Mika Strandén

Die neuesten Reden ser ermordeten sind auf ihrem Blog zu finden. Bild: Mika Strandén

Uutisvuoksi berichtet, dass die 36- und 52- jährigen Journalistinnen am Samstag von einer Theatervorstellung in Helsinki zurück kamen und sich nur Stunden vor dem Mord mit der Parlamentsvorsitzenden getroffen haben, um zusammen in das Restaurant Vuoksenvahti zu gehen. Die Tragödie fand am späten Abend in Imatras Innenstadt in der Fussgängerzone vor dem Restaurant Vuoksenvahti statt. Die Polizei verdächtigt den 23- jährigen des dreifachen Mordes. Für die Planung der Tat spricht, dass der Mann in die Koskenparta Fussgängerzone gefahren ist, dabei ein Jagdgewehr. Er hat schon einen gewalttätigen Hintergrund.

– Er ist wahrscheinlich nicht aus Zufall in Imatras Innenstadt gelandet, sondern mit der Absicht zu morden.- stellt der Ermittlungsleiter der Polzei Imatras Saku Tielinen fest. Auf der Pressekonferenz am Sonntag sagte Tielinen, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass die Tat gegen die Polizei gerichtet war oder ein anderer Extremismus dahinter steckt. Andererseits wurde der Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt noch nicht verhört.

Führende Politiker reagierten auf das Geschehene mit Bestürzen. Der Vorsitzende der SDP Antti Rinne schrieb auf Twitter die Ermordete näher gekannt zu haben. – Tiina kannte man in der SDP als eine geschäftige Karjalaisfrau, die Dinge schnell erledigte. Das Tiina auf diese Weise sterben musste hat weite Kreise der SDP erschüttert. Mein Beileid an alle den Opfern Nahestehende, Freunde und Familienangehörige. Hoffentlich passiert nie mehr so etwas Finnland.- Tweetete Rinne am Sonntag. Der Ministerpresident Juha Sipilä (Keskus- Partei) schickte seine tiefsten Beileidswünsche an betroffene Angehörigen der Opfer. –

Das Leben dreier Menschen hat plötzlich in folge einer willkürlichen Tat geendet. Das kann nicht verziehen werden. Es geht um ein sehr schwerwiegendes Verbrechen.-

Der Kriminalkommissar Saku Tielinen (links), der Hauptleiter Matti Hirvonen und der Kriminalkommissar Ari Järveläinen (rechts) berichteten am Sonntag in der Pressekonferenz, dass man das Motiv der Tat nicht ermittelt werden, bevor der Verdächtigte nicht befragt wurde. Bild: Lauri Heino

Der Kriminalkommissar Saku Tielinen (links), der Hauptleiter Matti Hirvonen und der Kriminalkommissar Ari Järveläinen (rechts) berichteten am Sonntag in der Pressekonferenz, dass man das Motiv der Tat nicht ermittelt werden, bevor der Verdächtigte nicht befragt wurde. Bild: Lauri Heino

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