Nicht alles ist wahr im Internet

  • Die Schüler des Gymnasiums in Kauriala durften im Hintergrung eines Projektes ihre Fähigkeiten im Internet testen.
Anni Maula, Ester Airaksinen (Hintergrund) und Martta Heinonen konzentrieren sich auf den Test zum Umgang mit dem Internet, in dem sie Informationen suchen und bewerten müssen. Bild: Juhani Salo

Anni Maula, Ester Airaksinen (Hintergrund) und Martta Heinonen konzentrieren sich auf den Test zum Umgang mit dem Internet, in dem sie Informationen suchen und bewerten müssen. Bild: Juhani Salo

Laura Myllykoski, Hämeenlinna

Die zwölfte Klasse des Gymnasiums in Kauriala sitzt konzentriert an ihren Laptops. Sie machen einen Test der ihre Fähigkeiten im Internet misst. Im Test werden den Schülern zwei Ausschnitte eines Textes gegeben, aus denen abgewogen werden muss welcher vertrauenswürdiger ist. Mit dieser Grundlage erschliessen sie ein ausgewähltes Thema und suchen mehr vertrauenswürdige Nachrichten. Am Ende schreiben die Schüler einen Text über das Geschehen mit dem was sie herausgefunden haben.

Der Test ist ein Teil des Forschungsprojekts Aroni der Universitäten in Jyväskylä, Tampere und Helsinki, das anstrebt das pedagogische Instrument der Kritik und des Nachforschens im Internet zu fördern. In der Realität wird mit dem Test analysiert, wie gut die Gymnasiasten Informationen aus dem Internet herausziehen und bewerten, analysieren und sie in Verbindung mit ihrer eigenen Meinung bringen können.

Die Wissenschaftlergruppe arbeiten zusammen mit der Opetushallitus Digi.

– Die eigene Meinung der Jugendlichen kommt nicht mehr nur aus einer Quelle, sondern die Informationen sind sehr verteilt. Der Umgang mit Medien ist ist in allen Themen sehr wichtig.- sagt der Projektleiter von Digi Kimmo Härmä.

Der Projektforscher Timo Salminen von der Universität in Jyväskylä der den Test durchführt sagt, dass man auf Grund der Testergebnisse die Engstellen herausfinden kann, auf die im Unterricht geachtet werden muss. – Am schwierigsten ist wahrscheinlich die Verbindung von Informationen, aber auch den richtigen Suchbegriff zu finden kann schwierig sein.-

Im Test muss auch erklärt werden können, warum eine Quelle vertrauenswürdig ist. Für den Test wurde eine Suchmaschine von der Gruppe entworfen, die nur 150 Internetseiten umfasst. Zusätzlich zu den Internetseiten mit Zeitungsartikeln und offiziellen Dokumenten gibt es auch  Blogs, Foren und Videos. – Es ist schon interessant zu sehen, ob die Schüler zum Beispiel wert darauf legen, wer die Informationen veröffentlicht hat.-

Die Oberstufler wurden gewählt, weil sie in einigen Jahren ihre Ausbildung zum Beruf vortsetzen. Bei der weiteren Ausbildung und im Beruf braucht es die Fähigkeit zu bewerten und zu filtrieren. Die Ergebnisse des Tests stehen in Verbindung mit dem Lehrplan und wie er sich verändern wird. Beim Digi– Projekt dürfen auch die Lehrer mitmachen. Kimmo Härmä erzählt, dass zum Beispiel im nächsten Workshop für die Lehrer der Umgang mit vertrauenswürdigen Zeitungen geübt wird. Die heutigen Oberstufler sind nach Härmä auf dem Laufenden, aber es gibt immer Verbesserungsmöglichkeiten.

Der Schüler Niki Aninen von Kaurialas Lukio brauchte 2,5 Stunden für den Test. Seiner Meinung nach unterscheidete er sich stark von Schularbeiten. – Natürlich haben wir schon über viele unterschiedliche Zeitungen gesprochen, aber so eine Aufgabe ist mir noch nicht entgegen gekommen.- Auch wenn der Test schwer war schätzt er ihn gut ein. Über

die Zuverlässigkeit der Zeitungen macht er sich für gewöhnlich keine Gedanken. – Ich glaube trotzdem, dass ich unzuverlässige Texte erkennen kann.-

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