”Das ganze Haus wand sich wie eine Schlange”

Das Erdbeben brachte die Menschen dazu Schutz auf den Strassen der neuseeländischen Hauptstadt Wellington zu suchen.

Das Erdbeben brachte die Menschen dazu Schutz auf den Strassen der neuseeländischen Hauptstadt Wellington zu suchen.

Linda Laine, Reuters

  • Tausende flohen nachts aus ihren Häusern vor dem Tsunami
  • Neuseeland wurde Montag früh von einem katastrophalen Erdbeben erschüttert, indem mindesten zwei Menschen ums Leben kamen.

In der Stadt Christchurch heulten die Tsunamisireenen, als fünf Meter hohe Wellen, die in den dunklen Stunden der Nacht auf die Ostküste Neuseelands treffen sollten, erwartet wurden. Die Erde wackelte 7.8 Magnituden in den frühen Montagmorgenstunden, Lokalzeit, was Dächer zum einstürzen brachte, die Auslagen der Geschäfte auf den Boden rollen und tausende Menschen Schutz auf Hügeln suchen lies.

– Die ersten seismischen Wellen sind angekommen, aber es ist noch zu früh, um sagen zu können, was sie zerstört haben. Die nächsten Erdbebenwellen können stärker sein.- sagte Neuseelands BLinda Laine, Reutersevölkerungsschutzministerin Sarah Stuart- Black ein paar Stunden nach dem Beben.Linda Laine, Reuters

Der New Zealand Herald– Zeitung nach ist die Frage nach der ernstesten Tsunamivorhersage in der Landesgeschichte. Am Anfang wurde die Falschmeldung der Rettungskräfte verbreitet, dass es keine Tsunamivorhersage gäbe, was viele Neuseeländer verunsicherte. Am Ende suchten viele Schutz auf Anhöhen, wie zum Beispiel in der Landeshauptstadt Wellington, hunderte Kilometer entfernt vom Epizentrum des Bebens.

– Ich parkte am Strassenrand. Ich glaube, dass die Menschen versuchen zu schlafen. Ich habe das Gleiche vor- sagte der vom Strandhaus ins Hochland geflohene Howard Warner.

Der Regierungssprecher von Wellington sagte, dass zahlreiche Gebäude beschädigt, Wasserleitungen abgerissen und Gegenstände aus den Regalen gefallen sind.

Das eigentliche Beben war auf dem ganzen Inselstaat zu spüren, und es folgten zahlreiche starke Nachbeben.

– Das ganze Haus wand sich wie eine Schlange, ein Teil der Gegenstände zerbrach und es gab keine Elektrizität mehr- sagte eine als Elizabeth vorgestellte Frau im Radio Neuseeland. Das Epizentrum des Bebens war in der Nähe der grössten Stadt des Landes Christchurch, welche schon früher unter Erdbeben leiden musste.

Am Montag waren viele Strassen auf Grund von Erdrutschen und Spalten gesperrt. Auch im Zugverkehr gab es Ausfälle, da die Zerstörungen an den Schienen abgegangen wurden. Zudem wurde berichtet, dass Strom- und Telephonleitung im Beben beschädigt wurden.

Ein Teil der Schulen im Land bleiben geschlossen, bis der Zustand der Gebäude überprüft wurde.

Der Ministerpresident von Neuseeland John Key hat bestätigt, dass mindestens zwei Menschen im Beben gestorben sind. Der New Zealand Herald Zeitung nach starb einer der beiden an einem Herzinfakt und der andere blieb in einem einstürzenden Haus zurück. Genaue Angaben zu der Anzahl der Verstorbenen und der Verletzten waren am Sonntagnachmittag, finnische Zeit, noch nicht verfügbar.

– Zur Zeit gibt es keinen Grund daran zu zweifeln, dass es noch weitere Opfer gibt, aber die Möglichkeit kann nicht ausgeschlossen werden- kommentierte Ministerpresident Key für die Medien.

Am meisten unter dem Beben leidet die Touristenstadt Kaikoura, in die Ausrüstung und Rettungskräfte mit dem Helikopter geflogen wurden.

Eine Tsunamiwarnung wurde für den Oststrand ausgesprochen.

Eine Tsunamiwarnung wurde für den Oststrand ausgesprochen. / Bilder: Ross Setfort/ EPA

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